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Klassische, analoge Drucktechniken gehören genauso zur Mediengestaltung wie moderne, digitale Programme und Verfahren, denn sie bilden eine wichtige Grundlage für das Verständnis von Gestaltung, Druck und Reproduktion. Unsere Auszubildenden der Mediengestaltung lernten jetzt den Linolschnitt kennen, besser gesagt: den Farblinolschnitt. Übrigens: Die bekanntesten Künstler, die Linolschnitte gefertigt haben, waren Wassily Kandinsky und Pablo Picasso.

Beim Farblinolschnitt wird für jede Farbe eine eigene Linolplatte verwendet. Das heißt also, wenn man die Idee zu einem mehrfarbigen Druck hat, muss man die Designs und die einzelnen Platten exakt planen und später passgenau drucken. Außerdem muss man bedenken, dass das gedruckte Bild gegenüber dem Bild auf der Druckplatte spiegelverkehrt ist.

Am Anfang entwickelten die Auszubildenden also ihre eigenen Motive und Vorlagen entweder per Hand, am Computer oder am Tablet – je nachdem, wie sie am besten ihre Ideen und Gestaltungsmöglichkeiten umsetzen konnten. Anschließend wurden die ausgewählten Motive auf die Linolplatten übertragen. Die Druckmotive bestanden dabei jeweils aus zwei Platten, eine für den Hintergrund und eine für den Vordergrund bzw. das Hauptmotiv. Mit viel Geduld und Sorgfalt schnitten die Auszubildenden die nicht benötigten Bereiche aus dem weichen Material heraus.

Die kniffligsten Momente waren Farbauftrag und Druck: Mit einer Farbwalze musste die Farbe zunächst auf einer glatten Oberfläche verteilt und dann vorsichtig auf die Linolplatte aufgetragen werden, bevor es an die Druckpresse ging. Die ersten Versuche waren nicht immer gleich erfolgreich, aber nach und nach hatte jede/r Auszubildende ein perfektes Ergebnis. Alle hatten viel Spaß und der Klassenraum war am Ende voll kreativer, individueller Drucke.