Im Frühjahr ist für das Bienenprojekt im Euro-BBW immer Hochsaison. Die Bienenvölker müssen regelmäßig auf Krankheiten, Milben und Verluste und noch einiges mehr kontrolliert werden. Letzte Woche haben sich Fachlehrer und Hobbyimker Bernd Holzkamp und seine Teilnehmenden wieder zu solch einem Kontrollgang getroffen.
Seit vielen Jahren gehört das Bienenprojekt fest zum Stundenplan einer Gruppe von Teilnehmenden der Berufsvorbereitung. Sie lernen nicht nur die Arbeiten eines Imkers im Laufe des Jahres kennen, sondern übernehmen auch Verantwortung für ihre Bienen und entwickeln ein Gespür für ökologische Zusammenhänge. Dabei geht es nicht nur um die Honigernte, sondern auch darum, die Bienen genau zu beobachten, Veränderungen im Blick zu haben und das Zusammenspiel des ganzen Volkes wahrzunehmen.
Nachdem die Bienenkästen bereits auf Milbenbefall und Aktivität der Bienen kontrolliert wurden (siehe Bericht vom Januar 2026), stand in der vergangenen Woche die Kontrolle der Honigräume und der Entwicklung der Völker an. Gibt es möglicherweise neue Königinnenzellen? Wenn ein Volk beginnt, eine neue Königin heranzuziehen, ist das oft ein Zeichen dafür, dass es ihm zu eng wird und sich die Bienen auf das Schwärmen vorbereiten. Mit einer neuen Königin würde ein Teil des Volkes den Stock verlassen, um ein neues Volk zu bilden.
Damit es gar nicht erst so weit kommt, haben die Teilnehmenden hier und da neue Honigräume aufgesetzt. Diese Arbeit ist gerade jetzt sehr wichtig, weil die Bienen mitten in der Aufbauphase sind, Nektar sammeln, ihre Brut pflegen und Waben bauen. Die volle Volksstärke erreichen sie so im Juni. Aber jetzt haben die Bienen zum Glück wieder mehr Platz für ihre Vorräte und ihren natürlichen Bautrieb.
Besonders kontrolliert wurde auch die Drohnenbrut, da diese wird gerne von der Varroamilbe befallen wird. Durch das Schneiden des Drohnenrahmens kann man jedoch die Milbe eindämmen und die Gesundheit der Bienen schützen.
Durch die regelmäßigen Arbeiten am Bienenstock erfahren unsere Teilnehmenden, wie sensibel so ein Bienenvolk doch ist, welche Gefahren ihm tagtäglich drohen und, letztendlich, wie viel Arbeit in einem einzigen Glas Honig steckt.