Am Mittwoch, 29. April 2026, startete ein gemeinsames Projekt zwischen dem Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V., Kreisverband Bitburg-Prüm, und dem Europäischen Berufsbildungswerk des DRK-Landesverbands Rheinland-Pfalz (Euro-BBW). Das Ziel der Zusammenarbeit ist, die Bedeutung von Bienen für Umwelt und Landwirtschaft stärker ins Bewusstsein zu rücken und den Dialog zwischen Imkerei und Landwirtschaft sowie das gegenseitige Verständnis zu fördern.
Ein besonderer Bestandteil ist das seit vielen Jahren bestehende Bienenprojekt im Europäischen Berufsbildungswerk. Teilnehmende der Berufsvorbereitung kümmern sich gemeinsam mit ihrem Berufsschullehrer Bernd Holzkamp, der auch Imker ist, um die Bienenvölker auf dem Euro-BBW-Gelände. Sie übernehmen Verantwortung für die Bienen, erwerben praktisches Wissen über die Imkerei und entwickeln ein Gespür für ökologische Zusammenhänge.
Im Rahmen des gemeinsamen Projekts zwischen dem Euro-BBW und dem Bauernverband soll über die Bedeutung der Bienen für die Biodiversität und die Landwirtschaft aufgeklärt und Einblicke in die Arbeit von Landwirten und Imkern über das Jahr hinweg vermittelt werden.
Am Fachgespräch nahmen Andreas Lenz (Kreisgeschäftsführer) und Yannick Zender (stellv. Kreisvorsitzender) vom Kreisverband Bitburg-Prüm des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Dr. Anja Stumpe (Leiterin) und Nikolaus Schackmann (Berater für Pflanzenbau und Pflanzenschutz im Ackerbau) vom DLR Eifel sowie Bernd Holzkamp (Fachlehrer) und die Teilnehmenden des Bienenprojekts vom Europäischen Berufsbildungswerk teil.
Auf dem Gelände des Bienenprojektes erläuterte Hobbyimker Bernd Holzkamp zunächst anschaulich die Abläufe eines Imkereijahres von der Vorbereitung und Kontrolle der Völker im Frühjahr über die Pflege während der Trachtzeit bis hin zur Honigernte und Einwinterung. Dabei wurde deutlich, wie stark die Arbeit von natürlichen Bedingungen abhängt und welche Verantwortung Imkerinnen und Imker für die Gesundheit ihrer Bienenvölker tragen.
Nikolaus Schackmann und Yannick Zender stellten dar, wann und warum der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln notwendig ist. Sie betonten, dass der Schutz von Bienen dabei eine wichtige Rolle spielte. Moderne Informationswege, gezielte Behandlungen und ein wachsendes Bewusstsein innerhalb der Landwirtschaft trügen dazu bei, Risiken für die Insekten zu minimieren. Die Sensibilität für dieses Thema sei zudem heute deutlich höher als noch vor einigen Jahren.
Im Dialog wurden unterschiedliche Perspektiven sichtbar, zugleich bot er den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in zwei eng miteinander verbundene Arbeitsfelder.
Im Verlauf des Projektes wird Andreas Lenz das Bienenprojekt des Euro-BBW an weiteren Terminen, an denen die wichtigsten Arbeiten der Imkerei durchgeführt werden, mit entsprechenden Fachleuten seines Verbands besuchen, um über passende Themen ins Gespräch zu kommen.