
Im Euro-BBW besteht die Teilnehmendenvertretung (TNV) aus insgesamt 5 Mitgliedern, welche durch die wahlberechtigten Teilnehmenden direkt gewählt werden. Sie vertritt die Interessen aller Teilnehmenden in unterschiedlichen Maßnahmen und arbeitet auf der Grundlage des SGB IX sowie einer gemeinsam erarbeiteten Teilnehmendenvertretungsordnung.
Heute stellen Sarah, Sarah, Sascha und Anna sich selbst und ihre Pläne und Prioritäten für ihre Amtszeit vor:
„Hallo, ich bin Sarah S. Dieses Jahr habe ich nicht nur meine Ausbildung begonnen, sondern bin auch das erste Jahr Teil der TNV. Ich möchte mich für ein gutes Miteinander zwischen Teilnehmenden und Mitarbeitenden einsetzten.“
„Ich bin Sarah K. und zum ersten Mal Teil der TNV. Für mich ist es sehr wichtig, dass wir gemeinsam an einem guten Miteinander arbeiten. Das bedeutet, die Anliegen Aller offen und klar anzusprechen und vor allem faire Lösungen zu finden. Mir ist es wichtig, dass sich jeder gehört und ernst genommen fühlt.“
„Ich bin Sascha R. und mittlerweile seit drei Jahren in der TNV aktiv, inzwischen in leitender Funktion. Für mich heißt das, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen nachvollziehbar zu machen. Ich stehe für einen respektvollen Umgang, klare Worte und dafür, dass Themen nicht untergehen. Wenn euch etwas beschäftigt, zögert nicht mich anzusprechen.“
„Ich bin Anna und im ersten Ausbildungsjahr. Ich freue mich sehr, zum ersten Mal Teil der TNV zu sein, und bin allen Teilnehmenden dankbar, dass ihr mich gewählt habt! Mir ist ein gerechtes Miteinander besonders wichtig. Ein großes Anliegen ist mir zudem das Thema LGBTQ+, um hier für mehr Aufklärung und Offenheit zu sorgen. Kommt bei Fragen oder wenn ihr Unterstützung braucht gerne direkt auf mich zu.“

Diese Woche konnten Ausbildungsleiterin Hiltrud Wagner und Erasmus+-Koordinatorin Anne Unfried die Europässe für das Ausbildungspraktikum auf Kreta und die Hospitation in Oulu überreichen. Das Praktikum auf Kreta fand bereits im Herbst 2025 statt, das Job-Shadowing Anfang Februar 2026. Beides wurde mit Mitteln des Programms Erasmus+ gefördert.
Unsere sechs angehenden Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner haben während ihres zweiwöchigen Auslandsaufenthalts in der Orthodoxen Akademie auf Kreta die Natursteinbearbeitung erlernt, praktische Erfahrungen mit landestypischen Materialien und Gegebenheiten gesammelt und viel über die griechische Kultur und über sich selbst gelernt. Ohne die Zuarbeit ihrer Kolleginnen und Kollegen aus der Schreinerei, die währenddessen wichtige Gerüste, Schalungen und Geländer gefertigt haben, wären die Arbeiten nicht so schnell vorangeschritten. Gemeinsam haben alle wertvolle Eindrücke mitgebracht und sind über sich selbst hinausgewachsen.
Unsere beiden Kollegen aus der Mediengestaltung haben im Luovi Vocational College in Oulu, Finnland, hospitiert und sich mit dem dortigen Bildungspersonal über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der finnischen und der deutschen Ausbildung der Mediengestalter*innen ausgetauscht.
Bei der feierlichen Übergabe der Europässe wurde noch mal deutlich, wie viel die jungen Menschen während ihres Auslandsaufenthalts gelernt haben. Wir gratulieren allen herzlich zu dieser tollen und mutigen Leistung und danken den begleitenden Mitarbeitenden sowie unseren Erasmus-Partnern für ihre Unterstützung!
Schon seit vielen Jahren bieten wir im Euro-BBW unseren Auszubildenden einen Ersthelfer-Lehrgang an. Mit diesem Lehrgang sind sie nicht nur befähigt, im Ernstfall kompetent helfen zu können, sondern sie verfügen damit auch über die notwendige Ausbildung in Erster Hilfe für den Erwerb des Führerscheins und darüber hinaus über eine berufliche Zusatzqualifikation als „Betriebliche*r Ersthelfer*in“.
Sevrien Kuntzsch, kaufmännischer Ausbilder im Euro-BBW und zugleich DRK-Ausbilder in Erster Hilfe und erfahrener Notfallsanitäter, führt gerade wieder zwei Ausbildungskurse zum/zur „betrieblichen Ersthelfer*in“ in Zusammenarbeit mit dem DRK-Bildungswerk Eifel-Mosel-Hunsrück e. V. durch.
Am Vormittag erfuhren die Auszubildenden in der Theorie, wie entscheidend die ersten Minuten nach einem Unfall oder medizinischen Notfall sind und welche wichtige Rolle Ersthelfer*innen in solchen Situationen spielen. Themen wie die Rettungskette, das Absichern einer Unfallstelle oder das richtige Absetzen eines Notrufs standen ebenfalls auf dem Programm.
Nachmittags wurde es praktisch: In Gruppen wurden die stabile Seitenlage, das Anlegen von Verbänden, das Abnehmen eines Helms bis hin zur Herz-Lungen-Wiederbelebung an einer Übungspuppe geübt. Am Ende halten ca. 20 Auszubildende des dritten Lehrjahres nicht nur ihre Bescheinigung als betriebliche Ersthelfer*innen in den Händen, sie haben auch gelernt, im Ernstfall beherzt zu handeln und Verantwortung zu übernehmen.
Ein herzliches Dankeschön an Herrn Kuntzsch für sein Engagement und die praxisnahe Vermittlung dieses wichtigen Wissens!
Unsere beiden Kollegen Andreas und Harry aus dem Bereich Mediengestaltung haben Anfang des Monats im Luovi Vocational College in Oulu, Finnland, hospitiert und sich mit dem dortigen Bildungspersonal über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der finnischen und der deutschen Ausbildung der Mediengestalterinnen ausgetauscht. Dieses Job-Shadowing wurde gefördert mit Mitteln des Europäischen Programms Erasmus+.
2026 trägt Oulu den Titel „Kulturhauptstadt Europas“, was man deutlich am prall gefüllten Veranstaltungskalender und zahlreichen Kunst- und Kreativevents erkennen konnte.
Nachdem sich die beiden an den Temperaturunterschied von 20 °C gewöhnt hatten, fand das erste Arbeitstreffen mit Miia Tolonen, International Coordinator im Luovi College, statt. Sie stellte die Einrichtung und die Stadt Oulu vor und gab einen Überblick über die Bildungsangebote des Luovi. Bereits hier zeigten sich Unterschiede zwischen dem finnischen Ausbildungssystem und unserem eigenen.
Nach einem kurzen Rundgang durch das College lernten unsere Kollegen Anastasia Kovaleva und Jussi Väisänen, die Fachlehrkräfte für Mediengestaltung Bild und Ton, kennen, die über aktuelle Projekte ihrer Azubis berichteten. Anschließend besuchten sie das „Altosilo“, wo sie den Architekten und Designer Valentino Tignanelli trafen. Valentino ist unter anderem ein bekannter Eisarchitekt und baut im Rahmen des Kulturjahres eine Eissauna. Dieses außergewöhnliche Projekt wird von den Auszubildenden videographisch dokumentiert.
Auch den nächsten Tag verbrachten unsere Mitarbeiter bei ihren Kolleginnen aus der Mediengestaltung, tauschten sich über zukünftige Kooperationsmöglichkeiten aus und überlegten, wie die jeweiligen Auszubildenden künftig bestmöglich von einem Austausch profitieren können.
In ihrer Freizeit haben unsere Kollegen Oulu und die Angebote der „Kulturhauptstadt“ auf eigene Faust erkundet, leider vergeblich Nordlichter gejagt, aber ihre Unempfindlichkeit unter Beweis gestellt, indem sie nach einer traditionellen finnischen Saune bei -0,5°C Wassertemperatur im gefrorenen Fluss Eisbaden waren.
Wieder zurück in Bitburg sind die beiden dankbar für die fachlichen Impulse und Erfahrungen, die Erasmus+ ihnen ermöglicht hat.

Das Gesellenstück „Paint Casket“ von Jan Schiebener wurde für die „FORM 26“ der Schreiner-Innung Westeifel nominiert
Ende Januar hat unser ehemaliger Auszubildender Jan sein Gesellenstück „Paint Casket“ zur Winterprüfung abgegeben. Die insgesamt 6 Gesellenstücke von 5 angehenden Gesellen und einer angehenden Gesellin wurden in der Raiffeisenbank Westeifel eG in Schönecken ausgestellt und vom Prüfungsausschuss der Schreiner-Innung Westeifel bewertet.
Jans „Paint Casket“, eine Transportkiste für Farben und Malutensilien für die Miniaturmalerei, stach dabei besonders heraus und wurde für den Gestaltungspreis „FORM 26“ der Innung nominiert. Die Preisverleihung findet am 14. März 2026 in der Bitburger Stadthalle statt.
Wir gratulieren Jan Schiebener ganz herzlich zur erfolgreich bestandenen Prüfung, gratulieren ihm zur Nominierung und drücken ihm ganz fest die Daumen für den Wettbewerb!
(Die Pressemitteilung der Schreiner-Innung Westeifel findet man hier. )

Im Euro-BBW haben drei Mitarbeitende zusammen ein 50jähriges Dienstjubiläum gefeiert. Robert Heinz, Bereichsleiter Wohnen und Freizeit nahm die Gelegenheit wahr, den drei Jubilar*innen herzlich zu gratulieren und ihnen für ihr Engagement und ihre Treue zu danken.
Kathrin Newen blickt auf 15 Jahre als Wohngruppenbetreuerin im Internatsgebäude der Berufsvorbereitung zurück. Als sie damals zu einer Hospitation ins Euro-BBW kam, waren aufgrund der Ferien keine Teilnehmenden im Haus. Und doch hat es ihr bei uns so gut gefallen, dass sie kurz danach bei uns als Wohngruppenbetreuerin startete. Später konnte sie sogar tiergestützte Aktivitäten mit ihrer Hündin Nala, die mittlerweile in „Rente“ ist, anbieten.
Thomas Kanty verstärkt seit 20 Jahren unser Team der Wohngruppenbetreuer und hat währenddessen als leidenschaftlicher Radfahrer 11 Jahre lang mit einem Team des Euro-BBW an der Fairplay-Tour der Großregion teilgenommen und dieses Team betreut. Auch mit seinem Volleyball-Angebot im Freizeithaus verbindet er schöne Erinnerungen.
Marion Hagen ist 15 Jahre lang fester Bestandteil des Teams unserer Wohngruppenbetreuer*innen. Seit April 2025 unterstützt sie unsere Teilnehmenden nun im neu eröffneten und modernsten Wohnhaus des Euro-BBW und begleitet ihre Gruppe bei lebenspraktischen Aufgaben und in der Freizeit.
Gemeinsam haben diese drei Kolleg*innen über 50 Jahre im Euro-BBW gearbeitet und das Haus entscheidend mitgeprägt. Wir gratulieren Kathrin, Thomas und Marion ganz herzlich zu ihren jeweiligen Dienstjubiläen und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Jahre!
Das Gesellenstück für die Winterprüfung ist fertig. Unser Auszubildender Jan hat sich – passend zu seinem Hobby Miniaturenmalen – für ein PaintCasket (ein Aufbewahrungs-/Transportschränkchen) entschieden, in dem er seine Malutensilien aufbewahren und transportieren kann.
Das PaintCasket ist aus dunklem, amerikanischem Nussbaumholz in Kombination mit farblich dazu in Kontrast stehendem Messing gefertigt. Hinter den beiden Koffertüren verbirgt sich ein durchdachtes Ordnungssystem: Grundierungen, Farben, Werkzeuge und Pinsel finden in Fächern, herausnehmbaren Böden und einem klassisch geführten Schubkasten mit besteckkastenähnlicher Einteilung ihren festen Platz. Magnetische Elemente oder kreisrunde Fräsungen sorgen dafür, dass alles auch beim Transportieren sicher verstaut ist.
Jan hat mit seinem PaintCasket seine handwerklichen Fertigkeiten mit kreativem Denken vereint und ein Gesellenstück geschaffen, an dem er noch lange Freude haben wird. Das Schränkchen wurde mittlerweile zur Prüfung abgegeben, und wir drücken Jan und allen anderen angehenden Gesellinnen und Gesellen ganz fest die Daumen für diesen letzten Teil ihrer Prüfung!

Gestern hat unsere Mitarbeiterin und Fachbereichsleiterin Sandra Lempges mit Teilnehmenden der Berufsvorbereitung ein so genanntes „Vision Coaching“ durchgeführt.
Bei diesem Workshop geht es darum, die Teilnehmenden bei der Berufswahlentscheidung zu unterstützen, indem sie Schritt für Schritt ein Visionsbild der eigenen beruflichen Zukunft erstellen. Hierfür werden zunächst Interessen, Kompetenzen, Fähigkeiten, Erfahrungen und persönliche Eigenschaften gesammelt und übersichtlich auf einem Plakat (das unsere Mediengestalter:innen designt haben) angeordnet. Anschließend „wandern“ die Teilnehmenden in einer Traumreise zu ihrem Wunscharbeitsplatz. Dabei kommen meist schon die ersten Ideen für mögliche Ausbildungsberufe. Diese werden mit den gesammelten Kompetenzen verglichen, eventuelle Stolpersteine ermittelt, und die Teilnehmenden erkennen so eine berufliche Tendenz.
In weiteren Schritten werden während des Workshops nacheinander weitere Ideen gesammelt, Ausbildungsberufe ausgeschlossen oder priorisiert, vorhandene Ressourcen der Teilnehmenden mit einbezogen, bis jede/r peu à peu das eigene Visionsbild erstellt hat.
Nach drei bis fünf Monaten schaut man erneut, ob sich das Visionsbild im Laufe der Berufsvorbereitung verändert hat, und passt es ggf. an neue Gegebenheiten an.
Im Rahmen eines Bienen-Projekts kümmern sich unsere Teilnehmenden der Berufsvorbereitung mit Fachlehrer Bernd Holzkamp und Ausbilderin Barbara Götz schon seit vielen Jahren mit großem Engagement und Verantwortungsbewusstsein um die Bienenvölker auf unserem Gelände. Rund ums Jahr übernehmen sie sämtliche Aufgaben eines Imkers, von der regelmäßigen Kontrolle bis hin zur Honigernte.
Auch im Winter muss sorgfältig kontrolliert werden, ob Milbenbefall vorhanden ist und wie es um die Aktivität der Bienen bestellt ist. Unsere Teilnehmenden haben jeden einzelnen Bienenkasten genauestens betrachtet und erfreulicherweise nur wenige Milben und auch nur wenige tote Bienen entdeckt, was auf einen insgesamt guten Gesundheitszustand der Völker schließen lässt. Gegen den Milbenbefall hilft hoffentlich eine erneute Behandlung.
Nicht nur Milben schaden den Bienen, auch die sich immer weiter ausbreitende Asiatische Hornisse stellt aktuell eine ernste Bedrohung für unsere heimischen Bienen dar und fordert die Imkerei ebenso wie den Naturschutz heraus. Deshalb werden unsere angehenden Imkerinnen und Imker unser Gelände im Frühjahr ganz gezielt nach Nestern der Asiatischen Hornisse absuchen.
Im Dezember starteten alle Tischlerklassen des Euro-BBW gemeinsam mit ihren Ausbildern und Klassenlehrer*innen zum Wettbewerb „Die Gute Form“ nach Mainz. Dort wurden die besten Gesellenstücke aus Rheinland-Pfalz des Jahrgangs 2025 ausgestellt.
Auch das Euro-BBW war stolz vertreten, denn unser ehemaliger Auszubildender Dominik L. hatte es mit seinem formschönen Lowboard aus amerikanischem Nussbaum bis in den Landesentscheid geschafft.
Für unsere angehenden Tischler*innen war es ein interessanter, lehrreicher und fröhlicher Ausflug nach Mainz, der alle noch ein wenig mehr für das eigene Handwerk begeistert hat.
Hintergrund: Der Gestaltungswettbewerb „Die Gute Form“ prämiert jährlich besonders gut gestaltete Gesellenstücke im Tischler- und Schreinerhandwerk, die sich über zunächst über Innungs-, und dann auf Landes- und Bundesebene qualifizieren und in einem großen Bundesfinale ausgestellt werden. Eine unabhängige Jury bewertet die Arbeiten nach Idee, Form, Funktion und konstruktionstechnischer Qualität, wobei zeitgemäße, eigenständig entworfene Stücke des aktuellen Prüfungsjahrgangs Voraussetzung sind. Neben Haupt- und Sonderpreisen sowie möglichen Stipendien soll der Wettbewerb den Nachwuchs frühzeitig für Gestaltung sensibilisieren und die Kreativität sowie Gestaltungskompetenz der jungen Handwerker einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.