03.02.2015 11:12

Umwelt bewegt Auszubildende im Euro-BBW


Zum Abschluss der Umweltwoche besuchte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken am vergangenen Freitag das Europäische Berufsbildungswerk des DRK-Landesverbandes in Bitburg. Als Schirmherrin dieser Veranstaltung verschaffte sie sich persönlich einen Eindruck von den Ergebnissen der thematisch breit gefächerten 15 Projektgruppen, die Teilnehmende aus allen Berufsfeldern des Berufsbildungszentrums unter Anleitung von Lehrern, Ausbildern und weiteren Fachkräften erarbeitet hatten. In ihrem Grußwort ging sie auf das Motto der Umweltwoche „Ich kann etwas bewegen – Ressourcen schonen im Euro-BBW“ ein, indem sie einen Zusammenhang zwischen den Auswirkungen des lokalen Handelns auf die globalen Zustände einer aus dem Gleichgewicht geratenen Umwelt herstellte. Dabei sprach sie mit anschaulichen Beispielen Aspekte der Wasserversorgung als Lebensgrundlage, der Ernährung und des verschwenderischen Umgangs mit Nahrungsmitteln, des Naturschutzes und der Ressourcenvergeudung bei Rohstoffen und Energie an.

Einrichtungsleiter Günther Weydt begründete zur Eröffnung der Abschlusspräsentation die bereichsübergreifende Beschäftigung mit dem Thema Umwelt gegenüber den zahlreich anwesenden Teilnehmenden, Mitarbeitenden und interessierten Gästen, darunter Bürgermeister Joachim Kandels, nicht nur mit dem allgemeinen Bildungsauftrag des Euro-BBW, sondern wies auch auf die Verankerung in den unterschiedlichen Ausbildungsrahmenplänen und Rahmenlehrplänen der Berufsschule sowie die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen und betriebswirtschaftliche Gründe hin. Auszubildende aus den Berufsfeldern Holztechnik sowie Wirtschaft und Verwaltung präsentierten mit audiovisueller Technik die Projekte „Nistkästen im Bedhard“ sowie energiesparendes Heizen.

Staatsministerin Ulkrike Höfken zeigte sich beim anschließenden Rundgang durch die einzelnen Informationsstände beeindruckt von der vielschichtigen Beschäftigung mit den Themen und der Qualität der Ergebnisse, die Anregungen aufzeigen, das eigene Verhalten zu hinterfragen, aber auch ganz praktische Maßnahmen zur Ressourcenschonung durchzuführen. So wurden kreative Beispiele zur Wiederverwendung von alten Textilien und Verpackungsmaterialien als „Upcycling“ präsentiert, einfache Koch-Rezepte als geschmackvolle und kostengünstige Ernährungsalternative zu Fertigkost vorgestellt und entsprechende Snacks als Kostprobe angeboten. Zu verkosten gab es ebenso eigenen Blütenhonig von Bienenvölkern, die im vergangenen Jahr erstmals auf dem Gelände des Euro-BBW angesiedelt worden waren und ab 2015 größeren Ertrag versprechen. Schließlich hatten sich auch die angehenden Tourismuskaufleute mit einer Präsentation zu nachhaltigem Tourismus eingebracht, und den Mediengestalter gelang es, Optimierungen der baulichen und landschaftlichen Nutzung anschaulich als Zukunftsvision zu entwerfen. Ein Projekt künftiger Fachinformatiker wird die Umweltwoche überdauern und weiter verfeinert werden: Sie schrieben ein Programm, mit dem die Heizungsthermostate rechnergesteuert reguliert werden. Offene Fenster zum Beispiel führen dann zu einer automatischen Absenkung der Heizungsleistung in dem betroffenen Raum.
Umweltministerin Höfken schaut sich die verschiedenen Stände an (Foto: A. Möll)
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