01.10.2015 09:32

Nachlese Fairplay-Tour 2015


Auch in diesem Jahr nahmen 5 Teilnehmer/innen und 2 Erzieher aus dem Euro-BBW an der Fairplay – Tour der Großregion teil.

Los ging es am Freitag den 17.07.15 mit der Sternfahrt nach Daun, dem Startpunkt der diesjährigen Tour. Bei schönstem Wetter und nach einem gemeinsamen Tourstarterfrühstück im Haus 4 des Euro-BBW machte sich die Truppe gegen 10 Uhr mit dem Rad auf den Weg über Gerolstein nach Daun. Nach 80 km und rund 5 Stunden Fahrt ( inkl. Pausen versteht sich ) und bei zunehmend brütender Hitze kamen die Radler gut gelaunt am Etappenziel an. Nachdem im Lauf des Nachmittags und frühen Abends alle Gruppen und somit gute 360 Fahrer/innen in Daun angekommen waren und sich jede/r in der Turnhalle der Schule einen Platz für die Nacht eingerichtet  hatte, gab es in der Stadt einen Empfang mit Musik, Getränken und Ansprachen für die Tourteilnehmer/innen. Anschließend wurde die gesamte Truppe in der Mensa der Schule mit einem warmen Abendessen versorgt.

Am zweiten Tag der Tour ging es dann von Daun über Cochem bei bestem Radlerwetter an der Mosel entlang nach Polch. Die Mittagspause auf dem Endertplatz mitten in Cochem wurde von den Teilnehmer/innen bei strahlendem Sonnenschein und glühender Hitze genutzt um sich zu stärken, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen und um ein gemeinsames riesiges Gruppenfoto zu machen. Nach der Pause ging es weiter die Mosel entlang in Richtung des Tageszieles nach Polch. Hier  wurde der gesamte Korso nach guten 85 km auf dem Marktplatz empfangen und es gab ein tolles Begrüßungsprogramm durch den Bürgermeister, Landrat, dem Direktor eines ansässigen Sponsors, u.v.a.

Tag 3 der Tour sollte sich als die anstrengendste und anspruchsvollste Etappe der Fairplaytour herausstellen. Auf insgesamt 130 km ging es über Jünkerath vorbei am Nürburgring und Dollendorf nach Prüm. Regnerisches Wetter, viele Steigungen und der anspruchsvolle Etappenverlauf forderten von einigen Fahrern ihren Tribut. Nach dem obligatorischen Empfang in Prüm ging es anschließend noch einmal für ca. 20 km auf die Drahtesel um das Nachtlager zu erreichen, welches in der Turnhalle in Waxweiler für den Tourtross vorgesehen war. Hier wurden die Tourteilnehmer/innen in der Turnhalle der Schule einquartiert und verköstigt.

Vierter Tag der Reise… heute ging es zu unseren Nachbarn nach Belgien. Über St. Vith – wo wir eine ausgiebige Mittagspause bei strömendem Regen machten - führte die Tour nach Bastogne. Auf den insgesamt ca. 90 km führte die Tour durch eine herrliche Landschaft mit wenigen Steigungen, so dass der gesamte Tourtross gut gelaunt und relativ entspannt in Bastogne eintraf. Da in Belgien Nationalfeiertag war, wurden die Fahrer im Parc Princesse Elisabeth mit großem Hallo und mehreren Ansprachen begrüßt. Der wallonische Sportminister, der Bürgermeister und verschiedene andere lokale Politiker gaben sich die Ehre. Nachdem die Tourteilnehmer/innen in der Sporthalle der Schule ihre Nachtlager aufgebaut hatten und sich ein warmes Abendessen einverleibten, gingen viele Radler am Abend noch in die Stadt, wo ein großes Fest mit Umzug, Musik, Disco, Essen und Getränke und einem Feuerwerk stattfand.

Der fünfte Tag führte die Fahrer auf einer Gesamtstrecke von ca. 85 km von Belgien zurück nach Deutschland. Startend in Bastogne ging es bei Frontière nach Luxemburg. Die erste große Steigung des Tages erwartete die Fahrer bei Kautenbach hoch nach Wallhausen. Nur 20 km weiter kam der „Klopper“ des Tages mit dem „Gmünder“ Berg nach der deutsch-luxemburger Grenze. Nachdem auch diese Hürde überwunden und das Fairplaygefühl hier aktiv mit gegenseitiger Unterstützung, gegenseitigem Anschieben, Anfeuern  und den Berg hinauf brüllen mal wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde, konnten die Fahrer die letzten rund 15 km bei seichter Abfahrt genießen und rollten geschlossen in Neuerburg – dem heutigen Tagesziel – ein. Wie an den Tagen zuvor wurde den Fahrern auch hier ein toller Empfang mit Musik, Eis, Getränken und wieder einigen Ansprachen z.B. durch unseren Landrat Herrn Streit, auf dem Marktplatz bereitet. Das Quartier bezogen die Fahrer an diesem Abend in der Turnhalle des Gymnasiums, wo die Teilnehmer auch eine tolle Verpflegung durch die Schulmensa erwartete.

Nach einem reichhaltigen und sehr guten Frühstück in der Schulmensa in Neuerburg ging es mit einer halbstündigen Verspätung auf die sechste Tagesetappe. Heute standen insgesamt ca. 80 km Fahrtstrecke nach Luxemburg Stadt an. Die erste Hälfte des Tages ging es trotz verspätetem Starts sehr entspannt über Holzthum, Irrel und Minden an den Echternacher Stausee, wo die Gruppe eine gute halbe Stunde zu früh zur Mittagspause eintraf. Auch heute bescherte der Wettergott den Fahrern herrliches Sommerwetter bei angenehmen Temperaturen, so dass alle Fahrer eine ausgedehntere Etappenpause am Stausee genießen konnten, bevor es dann weiter nach Luxemburg Stadt ging. Gegen 16 Uhr traf der gesamte Tross geschlossen in der Rue de Treves im Sportgymnasium in Luxemburg ein. Nachdem sich alle in der dortigen Sporthalle eingerichtet hatten und lecker verpflegt wurden, nutzen viele Teilnehmer das schöne Wetter um sich die Stadt anzusehen, ein Eis zu essen und den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.

Tag 7 führte die Tour ins Saarland. Bei Remich ging es wieder zurück über die Grenze nach Deutschland. Dort erwarteten die Fahrer die für die heutige Etappe größte Herausforderung, den „Efter Berg“ hinauf. Danach ging es bis Dreisbach fast nur noch bergab. In Merzig schließlich pausierten die Fahrer um sich zu stärken und Kraft zu tanken. Immerhin war die heutige Etappe mit 110 km die zweitlängste der gesamten Tour. Nach der Pause trat der Tross die letzten 55 km, bei schönstem Sonnenschein, der Saar entlang, an. Über Rehlingen, Saarlouis und Völklingen ging es nach Saarbrücken, wo die Gruppe gegen 17 Uhr gut gelaunt in der Hermann-Neuberger-Sportschule eintraf. Hier wurde den Teilnehmern in der Kantine vom Küchenchef und seinem Team ein vielfältiges und leckeres Essen präsentiert. Im Anschluss wurden die Nachtlager errichtet und die Kneipe der Kantine gestürmt, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Der vorletzte und achte Tag der Tour startete um 9 Uhr in Richtung Birkenfeld, dem heutigen Tagesziel. Über gut 85 km Länge ging die Tour über Neunkirchen und St. Wendel hinauf in den Hunsrück. Der heutige Tag wurde der Tag der Empfänge für die Radler. Bereits um 10.30 Uhr wurden die Fahrer auf dem Oberen Markt in Neunkirchen begrüßt, weiter ging es dann zur Mittagspause mit einem tollen Empfang auf dem Schlossplatz in St. Wendel. Hier wurden die Fahrer von einer Moderatorin und einem DJ von Radio Big FM mit toller Musik empfangen. Gegen 16 Uhr schließlich erreichte der Trupp Birkenfeld. Neben Musik und Getränken, gab es Eis für alle und wiederum Ansprachen der lokalen Politprominenz. Hier wurde auch die Gelegenheit genutzt, um langjährige Teilnehmer/innen und Unterstützer/innen der Tour zu ehren und ihnen für ihr Engagement zu danken. Geschlossen fuhren die Teilnehmer/innen dann zur Schule in Birkenfeld, wo sie ein letztes Mal in diesem Jahr einen Schlafplatz für die Nacht in der dortigen Turnhalle bezogen und um im Anschluss in der Mensa der Schule mit Kartoffelsalat und Schwenkbraten die Batterien wieder aufladen konnten. Highlight war für einige Teilnehmer/innen am Abend im Birkenfelder Freibad die Abschlussparty mit einer Swim-and-Run-Challenge, die von den verschiedenen teilnehmenden Gruppen der Tour veranstaltete wurde. Anschließend ging die Party in die heiße Phase, als die „Roxxbusters“ auf der eigens aufgebauten Bühne zu rocken begannen. Selbst Gewitter und ordentlicher Regen konnten viele Radler nicht davon abhalten zum Sound der Trierer Band abzutanzen.

Finaltag… ein letztes Mal wurde morgens das Gepäck auf den LKW verladen, sich mit einem Frühstück gestärkt und die Wasserflaschen aufgefüllt. Zum Start der letzten Etappe gegen 9 Uhr setzte dann auch pünktlich der Regen ein. Bei kühlen Temperaturen, heftigem “Gegen“Wind und Regen ging es dann über Hermeskeil und Mehring in Richtung Föhren, wo uns einer der großen Sponsoren der Fairplay Tour einen großartigen Empfang auf ihrem Betriebsgelände bereitete. Die Teilnehmer/innen wurden mit kalten und warmen Getränken, heißen Würstchen, Bratwurst, Kuchen, Eis, Musik und viel lobenden Worten empfangen. Nachdem sich die Radler aufwärmen konnten und sich für die letzten knapp 25 km gestärkt hatten, ging es zum Endspurt an der Mosel entlang nach Trier. Nach rund 85 km kamen dann 360 Radler und 14 Versorgungsfahrzeuge im Messepark in Trier an. Hier wurden die Fahrer von einer jubelnden Menge, Angehörigen und Freunden der Tour-Teilnehmer/innen empfangen.

Nach 9 Tagen und rund 850 km endete die diesjährige Fairplay Tour 2015 der Großregion durch Rheinland-Pfalz, Belgien, Luxemburg und das Saarland mit einem Gefühl bei den Teilnehmenden, mit viel Schweiß, Kraft und einem tollen „Wir-Gefühl“ eine anstrengende aber großartige Fahrradtour geschafft zu haben.