22.04.2015 10:43

Konvention Jugend und Wirtschaft unterzeichnet


Am 15. April fand in Paris der zweite Deutsch-Französische Berufsbildungstag statt, der von der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer organisiert worden war und von zahlreichen und namhaften Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Berufsbildungs-Institutionen beider Länder besucht war. Die anhaltend hohe Jugendarbeitslosigkeit in Frankreich führt dort seit einiger Zeit zu einer verstärkten Beschäftigung mit dem deutschen Berufsbildungssystem, dessen duale Auslegung mit praktischer Ausbildung in Betrieben offensichtlich ein wichtiger Grund dafür ist, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland die niedrigste in ganz Europa ist.

„Deutschland kann andere Ländern in der Berufsbildung  inspirieren“ war eine der Botschaften, die Marianne Thyssen, seit 2014 zuständige EU-Kommissarin für Beschäftigung, soziale Angelegenheiten, Qualifikation und Mobilität der Arbeitnehmer, den Anwesenden in einer Video-Botschaft übermittelte. Unabhängig davon standen gute Beispiele grenzüberschreitender Berufsbildungskooperationen und von Auslandspraktika im Mittelpunkt, da diese wichtigen Erfahrungen vermitteln, um den Anforderungen in der modernen Arbeitswelt einer grenz-überschreitend vernetzten Wirtschaft gerecht zu werden.

Im Rahmen der Tagung unterzeichnete Béatrice Angrand, Generalsekretärin des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW), den Kooperationsvertrag "Jugend und Wirtschaft" zwischen dem DFJW und der Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer Frankreich. Das Euro-BBW war durch Einrichtungsleiter Günther Weydt vertreten, der in Paris neue Kontakte knüpfte.